Wie hoch ist meine Chance, mit IVF oder ICSI schwanger zu werden? Nach den Daten des Deutschen IVF-Registers (D·I·R) liegt die klinische Schwangerschaftsrate pro Embryotransfer bei rund 38 % mit 30 Jahren, 35 % mit 35, 23 % mit 40, 12 % mit 43 und unter 5 % ab 45, jeweils mit eigenen Eizellen und im Frischzyklus. Etwa jede vierte Schwangerschaft endet ab 40 als Fehlgeburt, deshalb liegt die Geburtenrate pro Transfer im Schnitt bei 22 bis 23 %. Mit Spendereizellen ist die Chance vom Alter der Empfängerin fast unabhängig und liegt bei 45 bis 55 % Lebendgeburt pro Transfer. Mit den Tabellen unten rechnen Sie Ihre Chance für einen und für mehrere Transfers selbst aus.
- Das Wichtigste in Kürze
- So rechnen Sie Ihre IVF Chancen in drei Schritten
- Schritt 1: Chance pro Embryotransfer nach Alter
- Schritt 2: Chance nach 1, 2 und 3 Transfers
- Schritt 3: Was Ihre persönliche Chance verschiebt
- ICSI Chancen Rechner: gelten die gleichen Zahlen?
- Kryotransfer: schlechtere oder bessere Chancen?
- Chancen mit Eizellspende: die Rechnung ohne Alterskurve
- Online IVF-Rechner im Test: SART, OPIS und IVFPredict
- SART/CDC IVF Success Estimator
- OPIS (Outcome Prediction In Subfertility)
- IVFPredict
- Was die drei Rechner gemeinsam haben, und was nicht
- Geburtstermin nach IVF berechnen
- Häufige Fragen zum IVF Chancen Rechner
- Wie hoch ist die Chance beim ersten IVF-Versuch?
- Wie viele IVF-Versuche braucht man im Durchschnitt?
- Wie hoch sind die Chancen mit 40, 42 und 45?
- Erhöht ICSI die Chancen gegenüber IVF?
- Stimmen die amerikanischen und britischen Rechner für Deutschland?
- Gibt es einen IVF-Rechner für die Eizellspende?
- Kinderwunschklinik im Ausland finden
- Quellen
Das Wichtigste in Kürze
- Ein IVF Chancen Rechner ist eine Statistik: Er sagt, wie vielen Frauen mit Ihrem Alter und Ihrer Diagnose die Behandlung geholfen hat, nicht, ob sie Ihnen hilft.
- Die verlässlichste Zahl für Deutschland ist die klinische Schwangerschaftsrate pro Embryotransfer aus dem D·I·R Jahrbuch, das jedes Jahr rund 130.000 Behandlungen aus etwa 140 Zentren auswertet.
- Das Alter der Frau ist der stärkste Faktor. Zwischen 35 und 40 halbiert sich die Chance pro Transfer beinahe, ab 43 fällt sie unter 15 %.
- Mehrere Transfers addieren sich: Nach dem dritten Transfer haben laut D·I·R rund 64 % der Frauen eine Schwangerschaft erreicht (alle Altersgruppen zusammen).
- Die bekannten Online-Rechner (SART/CDC, OPIS) arbeiten mit amerikanischen oder britischen Daten. Für eine deutsche Patientin sind die D·I·R-Tabellen unten näher an der Realität.
- Mit Eizellspende, die in Deutschland verboten ist und im Ausland durchgeführt wird, liegt die Lebendgeburtenrate pro Transfer bei 45 bis 55 %, egal ob die Empfängerin 38 oder 48 ist.
So rechnen Sie Ihre IVF Chancen in drei Schritten
Sie brauchen keinen Online-Rechner, um eine realistische Zahl zu bekommen. Drei Schritte reichen: Ihr Alter bestimmt die Ausgangschance pro Transfer (Tabelle 1), die Zahl der geplanten Transfers ergibt die Gesamtchance (Tabelle 2), und ein paar Fragen zu Ihrer Situation verschieben das Ergebnis nach oben oder unten (Schritt 3).
Schritt 1: Chance pro Embryotransfer nach Alter
Die Werte stammen aus dem D·I·R Jahrbuch 2024 (Auswertung des Behandlungsjahres 2023, IVF und ICSI zusammen, Frischzyklen, eigene Eizellen). Klinische Schwangerschaft heißt: Herzschlag im Ultraschall, nicht nur ein positiver Test.
| Alter der Frau | Klinische Schwangerschaft pro Transfer | Fehlgeburtsrisiko pro Schwangerschaft | Was das für einen Transfer bedeutet |
|---|---|---|---|
| 25 bis 29 | 39 bis 45 % | unter 20 % | Etwa jeder dritte Transfer führt zu einer Geburt |
| 30 bis 34 | 36 bis 39 % | unter 20 % | Etwa 3 von 10 Transfers führen zu einer Geburt |
| 35 bis 37 | 32 bis 35 % | 20 bis 25 % | Etwa jeder vierte Transfer führt zu einer Geburt |
| 38 bis 39 | 26 bis 28 % | 25 bis 30 % | Etwa jeder fünfte Transfer führt zu einer Geburt |
| 40 bis 41 | 20 bis 23 % | rund 34 % | Etwa jeder siebte Transfer führt zu einer Geburt |
| 42 | rund 15 % | 40 bis 50 % | Etwa jeder zehnte Transfer führt zu einer Geburt |
| 43 | rund 12 % | 40 bis 50 % | Etwa jeder 14. Transfer führt zu einer Geburt |
| 44 | rund 8 % | über 50 % | Etwa jeder 25. Transfer führt zu einer Geburt |
| 45 und älter | unter 5 % | über 85 % | Geburten sind Einzelfälle; Kliniken raten zur Eizellspende |
Zum Vergleich: Über alle Altersgruppen meldet das D·I·R für 2024 eine klinische Schwangerschaftsrate von 30,5 % pro Transfer im Frischzyklus und 31,5 % im Kryozyklus, und eine Geburtenrate von 22 bis 23 % pro Transfer. Die Geburtenrate liegt immer unter der Schwangerschaftsrate, weil Fehlgeburten dazwischen liegen. Wenn eine Klinik Ihnen 50 % nennt, fragen Sie, ob das Schwangerschaften pro Transfer oder Geburten pro begonnenem Zyklus sind. Mehr dazu im Ratgeber zu IVF-Erfolgsquoten.
Schritt 2: Chance nach 1, 2 und 3 Transfers
Die meisten Paare brauchen mehr als einen Transfer. Die Tabelle zeigt, wie sich die Chance auf mindestens eine Schwangerschaft aufaddiert, wenn jeder Transfer die gleiche Ausgangschance hat. In der Wirklichkeit ist die Kurve etwas flacher, weil Paare mit den besten Voraussetzungen früh ausscheiden: Das D·I·R misst über alle Altersgruppen 33,8 % nach dem ersten, 53,0 % nach dem zweiten, 63,6 % nach dem dritten und 69,0 % nach dem vierten Transfer. Lesen Sie die Spalten für 2 und 3 Transfers deshalb als obere Grenze.
| Alter der Frau | 1 Transfer | 2 Transfers | 3 Transfers |
|---|---|---|---|
| unter 35 | 37 bis 42 % | 60 bis 66 % | 75 bis 80 % |
| 35 bis 37 | 32 bis 35 % | 54 bis 58 % | 69 bis 73 % |
| 38 bis 39 | 26 bis 28 % | 45 bis 48 % | 59 bis 63 % |
| 40 bis 41 | 20 bis 23 % | 36 bis 41 % | 49 bis 54 % |
| 42 bis 43 | 12 bis 15 % | 23 bis 28 % | 32 bis 39 % |
| 44 | rund 8 % | rund 15 % | rund 22 % |
| 45 und älter | unter 5 % | unter 10 % | unter 14 % |
Ein Transfer ist nicht dasselbe wie ein Behandlungszyklus. Aus einer Punktion entstehen oft zwei oder drei Transfers (ein frischer und ein bis zwei Kryotransfers). Wer die Chancen pro Punktion wissen will, addiert alle Transfers aus dieser Punktion.
Schritt 3: Was Ihre persönliche Chance verschiebt
| Faktor | Wirkung auf die Chance | Warum |
|---|---|---|
| Frühere Schwangerschaft oder Geburt | nach oben | Zeigt, dass Einnistung und Austragen grundsätzlich funktionieren |
| Niedriger AMH-Wert, wenige Eizellen | nach unten pro Zyklus, nicht pro Embryo | Weniger Eizellen heißt weniger Embryonen, die Qualität pro Embryo hängt vom Alter ab |
| Endometriose, Myome, Adenomyose | nach unten | Einnistung und Schwangerschaftsverlauf sind häufiger gestört |
| Männlicher Faktor | leicht nach unten, mit ICSI meist ausgeglichen | ICSI löst das Befruchtungsproblem, nicht die Embryoqualität |
| BMI über 30 oder unter 19 | nach unten | Hormonhaushalt und Einnistung sind messbar beeinträchtigt |
| Rauchen | nach unten (etwa ein Drittel weniger) | Eizellqualität und Durchblutung der Gebärmutterschleimhaut leiden |
| Blastozystentransfer (Tag 5) statt Tag 3 | nach oben pro Transfer | Der Embryo hat sich bereits als entwicklungsfähig gezeigt |
| PGT-A (Chromosomentest) ab 38 | nach oben pro Transfer, nicht pro Punktion | Nur chromosomal unauffällige Embryonen werden übertragen, davon gibt es mit dem Alter weniger |
| Zwei Embryonen statt einem | leicht nach oben, Zwillingsrisiko deutlich nach oben | Das D·I·R meldet 9 % Zwillingsgeburten; Kliniken empfehlen den Einzeltransfer |
| Eizellspende | stark nach oben ab 40 | Die Eizelle kommt von einer Spenderin unter 35, die Alterskurve gilt nicht mehr |
Zwei oder drei dieser Punkte gleichzeitig können eine Chance von 25 % auf 15 % drücken oder auf 35 % heben. Ein guter Arzt nennt Ihnen die Zahl für Ihre Konstellation, statt die Klinikstatistik vorzulesen. Fragen Sie danach im Erstgespräch.
ICSI Chancen Rechner: gelten die gleichen Zahlen?
Ja. Das D·I·R wertet IVF und ICSI zusammen aus, weil die Schwangerschaftsraten pro Transfer nahezu gleich sind. ICSI (die Injektion eines einzelnen Spermiums in die Eizelle) erhöht die Befruchtungsrate bei eingeschränkter Spermienqualität, verbessert aber nicht die Qualität der Embryonen. Wer ICSI ohne männlichen Faktor bekommt, hat deshalb keine bessere Chance als mit klassischer IVF. In Deutschland werden inzwischen rund drei Viertel aller Behandlungen als ICSI durchgeführt, die Tabellen oben gelten also für beide Verfahren. Was ICSI ist und wann es sinnvoll ist, erklärt unser ICSI-Ratgeber.
Kryotransfer: schlechtere oder bessere Chancen?
Weder noch. 2024 lag die klinische Schwangerschaftsrate im Kryozyklus (31,5 %) sogar leicht über der im Frischzyklus (30,5 %). Seit der Vitrifikation überleben über 95 % der eingefrorenen Embryonen das Auftauen, und die Gebärmutterschleimhaut kann in Ruhe vorbereitet werden, ohne die hohen Hormonspiegel der Stimulation. Für Ihre Rechnung heißt das: Ein Kryotransfer zählt wie ein frischer Transfer. Wie Sie sich vorbereiten, lesen Sie im Artikel Embryotransfer: davor und danach.
Chancen mit Eizellspende: die Rechnung ohne Alterskurve
Ab 42 kippt die Statistik mit eigenen Eizellen, und ab 45 ist eine Geburt ein Einzelfall. Mit Spendereizellen einer Frau unter 35 gilt deren Alterskurve, nicht Ihre. Die großen Register (SART in den USA, HFEA in Großbritannien, SEF in Spanien) melden pro Transfer 45 bis 55 % Lebendgeburten, mit frischen Spendereizellen etwas mehr als mit gefrorenen, und über 90 % kumulativ nach drei Transfers. Da die Eizellspende in Deutschland nach dem Embryonenschutzgesetz verboten ist, findet die Behandlung in Spanien, Tschechien, Griechenland, Portugal oder Dänemark statt. Die Zahlen nach Alter der Empfängerin und die Tricks bei der Darstellung finden Sie im Ratgeber zur Eizellspende-Erfolgsquote, welche Länder in Frage kommen im Vergleich Bestes Land für Eizellspende.
| Behandlung | Klinische Schwangerschaft pro Transfer | Lebendgeburt pro Transfer | Kumulativ nach 3 Transfers |
|---|---|---|---|
| Eigene Eizellen, 35 Jahre (D·I·R) | rund 35 % | rund 25 % | 60 bis 70 % Schwangerschaft |
| Eigene Eizellen, 40 Jahre (D·I·R) | rund 23 % | rund 15 % | 45 bis 50 % Schwangerschaft |
| Eigene Eizellen, 43 Jahre (D·I·R) | rund 12 % | 5 bis 7 % | rund 30 % Schwangerschaft |
| Spendereizellen, frisch (SART, SEF) | 55 bis 65 % | 45 bis 55 % | über 90 % Lebendgeburt |
| Spendereizellen, vitrifiziert (SART, SEF) | 45 bis 55 % | 40 bis 46 % | 85 bis 90 % Lebendgeburt |
Online IVF-Rechner im Test: SART, OPIS und IVFPredict
Drei wissenschaftlich veröffentlichte Prognosemodelle sind kostenlos online, alle auf Englisch und mit Daten aus den USA oder Großbritannien. Wir haben bei allen dieselbe Patientin eingegeben: 37 Jahre, erste IVF, keine frühere Schwangerschaft, seit zwei Jahren Kinderwunsch, Diagnose Endometriose, eigene Eizellen.
SART/CDC IVF Success Estimator
Das Modell der amerikanischen Fachgesellschaft SART, veröffentlicht vom CDC, beruht auf rund 500.000 IVF-Zyklen von mehr als 320.000 Frauen. Es fragt Größe und Gewicht (BMI), Diagnose, frühere Schwangerschaften und Geburten ab und gibt die Wahrscheinlichkeit einer Lebendgeburt nach einem, zwei und drei Zyklen aus, dazu das Mehrlingsrisiko nach Zahl der übertragenen Embryonen. Ergebnis für unsere Beispielpatientin: 32 % Lebendgeburt nach einem Zyklus, 50 % nach zwei, 62 % nach drei. Mit einem Embryo pro Transfer 31 % und 1 % Zwillingsrisiko, mit zwei Embryonen 43 % und 28 % Zwillingsrisiko. Website: cdc.gov/art/ivf-success-estimator (Alternative mit demselben Modell: SART IVF Calculator der Universität Aberdeen).


OPIS (Outcome Prediction In Subfertility)
OPIS der Universität Aberdeen nutzt die Daten der britischen Aufsichtsbehörde HFEA aus den Jahren 1999 bis 2009. Man gibt an, ob schon eine IVF stattgefunden hat, und bekommt die Wahrscheinlichkeit einer Geburt für bis zu sechs aufeinanderfolgende Zyklen. Die Diagnose lässt sich nur grob wählen (ungeklärt, Eierstöcke, männlicher Faktor). Ergebnis für die Beispielpatientin: 37 % nach dem ersten Zyklus. Website: OPIS IVF Calculator.

IVFPredict
IVFPredict (Universitäten Glasgow, Bristol und St Andrews, 144.000 britische Zyklen) fragte zusätzlich das Stimulationsprotokoll und ICSI ab und lieferte 28,5 % Lebendgeburt pro Versuch für unsere Patientin. Die Website ist inzwischen offline; das zugrunde liegende Modell ist in PLoS Medicine veröffentlicht (Quelle unten).
Was die drei Rechner gemeinsam haben, und was nicht
Alle drei rechnen mit Lebendgeburten, nicht mit Schwangerschaften, und alle drei liegen für eine 37-Jährige zwischen 28 und 37 % für den ersten Zyklus. Das passt zu den deutschen Registerdaten (32 bis 35 % Schwangerschaft, rund 25 % Geburt pro Transfer mit 37). Unterschiede entstehen durch die Datenjahre (OPIS bis 2009), die Behandlungspraxis (in den USA werden häufiger zwei Embryonen übertragen) und die Frage, ob Kryotransfers mitgezählt werden. Keiner der Rechner kennt die Qualität Ihres Labors, die Zahl Ihrer Embryonen oder Ihre Gebärmutterschleimhaut. Nutzen Sie sie als zweite Meinung zu den D·I·R-Tabellen, nicht als Entscheidungsgrundlage für eine Klinik.
Geburtstermin nach IVF berechnen
Nach einer künstlichen Befruchtung ist der Befruchtungstag bekannt, deshalb ist der errechnete Geburtstermin genauer als nach der letzten Periode. Die Regel: Embryotransfer am Tag 5 (Blastozyste) plus 261 Tage, Transfer am Tag 3 plus 263 Tage, Eizellpunktion oder Insemination plus 266 Tage. Beispiel: Blastozystentransfer am 10. März, Geburtstermin 26. November. Ihre Klinik und die Frauenärztin rechnen mit derselben Formel; die Schwangerschaftswoche wird dann so gezählt, als hätte die letzte Periode 14 Tage vor der Punktion begonnen.
Häufige Fragen zum IVF Chancen Rechner
Wie hoch ist die Chance beim ersten IVF-Versuch?
Mit eigenen Eizellen liegt sie in Deutschland zwischen 39 und 45 % Schwangerschaft pro Transfer unter 30, 32 bis 35 % mit 35 bis 37 und rund 23 % mit 40. Als Geburt kommen etwa drei Viertel davon an. Mit Spendereizellen liegt die Chance beim ersten Transfer bei 45 bis 55 % Lebendgeburt.
Wie viele IVF-Versuche braucht man im Durchschnitt?
Das D·I·R zählt 1,9 Behandlungszyklen pro Frau und Jahr. Nach drei Transfers haben rund 64 % aller Frauen eine Schwangerschaft erreicht, unter 35 deutlich mehr, über 40 deutlich weniger. Die gesetzlichen Krankenkassen zahlen die Hälfte von bis zu drei IVF- oder ICSI-Versuchen für verheiratete Paare, wenn die Frau 25 bis 39 und der Mann 25 bis 49 Jahre alt ist; einige Bundesländer geben einen Zuschuss dazu.
Wie hoch sind die Chancen mit 40, 42 und 45?
Pro Transfer mit eigenen Eizellen: rund 23 % Schwangerschaft mit 40, rund 15 % mit 42, unter 5 % ab 45, und die Fehlgeburtsrate steigt von 34 % auf über 85 %. Ab 43 empfehlen die meisten Kliniken, die Eizellspende zumindest zu besprechen. Was in diesem Alter realistisch ist, steht in IVF mit über 45 und IVF über 50.
Erhöht ICSI die Chancen gegenüber IVF?
Nur bei eingeschränkter Spermienqualität. Ohne männlichen Faktor sind die Schwangerschaftsraten pro Transfer laut D·I·R praktisch gleich.
Stimmen die amerikanischen und britischen Rechner für Deutschland?
Ungefähr. Die Ergebnisse für den ersten Zyklus liegen nahe an den deutschen Registerwerten. Für die Rechnung über mehrere Zyklen und für Frauen über 40 sind die D·I·R-Tabellen in diesem Artikel die bessere Grundlage, weil sie die deutsche Behandlungspraxis (Einzeltransfer, Kryozyklen) abbilden.
Gibt es einen IVF-Rechner für die Eizellspende?
Nein, keinen öffentlichen. Die Altersabhängigkeit fällt weg, deshalb reicht die Zeile für Spendereizellen in der Tabelle oben. Die Klinik im Ausland sollte Ihnen ihre eigene Lebendgeburtenrate pro Transfer und die kumulative Rate nach drei Transfers schriftlich nennen.
Kinderwunschklinik im Ausland finden
Falls Sie Hilfe bei der Auswahl einer Kinderwunschklinik im Ausland brauchen, nehmen Sie sich 3 Minuten Zeit für den Klinik-Auswahl-Test. Unsere Berater analysieren Ihre Angaben und schlagen 3 Kliniken vor, die zu Ihrer Situation passen. Die Kliniken melden sich innerhalb von 3 Werktagen direkt bei Ihnen. Unsere Hilfe ist kostenlos.
Quellen
- Deutsches IVF-Register, D·I·R Jahrbuch 2024, Sonderausgabe für Paare (November 2025): Schwangerschafts-, Fehlgeburts- und Geburtenraten nach Alter, kumulative Raten, Mehrlinge
- CDC/SART, IVF Success Estimator
- Universität Aberdeen, OPIS IVF Calculator (HFEA-Daten 1999 bis 2009)
- McLernon DJ et al., Predicting the chances of a live birth after one or more complete cycles of in vitro fertilisation, BMJ 2016 (113.873 Frauen)
- Nelson SM, Lawlor DA, Predicting Live Birth, Preterm Delivery, and Low Birth Weight in Infants Born from In Vitro Fertilisation, PLoS Medicine 2011 (144.018 Zyklen, Grundlage von IVFPredict)
- te Velde ER et al., Predicting the success of IVF: external validation of the van Loendersloot’s model, Human Reproduction 2016
- betanet, Künstliche Befruchtung: Voraussetzungen und Kostenübernahme der gesetzlichen Krankenkassen (Stand Mai 2026)









